Salomos Kinder

(AT)
Exposé für einen Kinospielfilm
von
Martin Pfeil
(Stand 1003)



Vorwort:

"Salomos Kinder" schildert auf skurrile Weise das Leben zweier Familien aus Israel/Palästina, die sich hassen, obwohl sie sich gar nicht kennen. Hass, der ihnen bereits in die Wiege gelegt wurde, uralt, blind und dumm. Und das alles unter dem Deckmantel zweier Völker und Religionen im Zwist um Land und den richtigen Gott. Doch es scheint, dass das Schicksal nicht mehr tatenlos zusehen will.
Und ausgerechnet auf deutschem Boden fällt ein salomonisches Urteil.

Synopsis:

Im Fokus der Erzählung steht das Familienoberhaupt einer gut situierten, israelischen Familie: Ariel, ein erfolgreicher, von seinem „richtigen“ Standpunkt überzeugter, konservativer Rechtsanwalt, der mit seiner attraktiven Frau und dem 6-jährigen Sohn in einem komfortablen Haus im besten Wohnviertel der Stadt lebt. Das Anwesen ist umgeben von hohen Mauern mit Überwachungskameras. Wenn es diese allgegenwärtige Angst vor Anschlägen nicht gäbe, könnte man meinen, dass sich hier ein sorgenfreies Familienidyll abspielt.
Der Familienvater einer anderen Familie, Elias, ein Araber, weiß oft nicht, wie er seine Frau und seine Kinder ernähren soll. Eine riesige, acht Meter hohe Mauer, Al-Dschidaar, trennt sein einfaches Haus von seiner einstigen Existenz, den Olivenhainen, die zum Großteil von Bulldozern zerstört wurden. Drei Kinder teilen sich ein Zimmer, die Eltern schlafen auf der ausziehbaren Couch im Wohnzimmer. Fließendes Wasser und Strom gibt es nur selten.
Die täglichen Schikanen der regierenden Seite sind allgegenwärtig und werden immer eklatanter. Als eines Tages Bulldozer auch das Anwesen niederreißen um auf dem Grund eine neue jüdische Siedlungen zu errichten, verlässt die Familie ihre Heimat.
In Deutschland werden sie Zuflucht finden.

Zunächst scheint aber nichts die beiden so unterschiedlichen Familien zu verbinden. Wären da nicht die beiden gleichaltrigen Söhne und ein misstrauischer Ariel, der anfängt zu recherchieren und dabei Unglaubliches zu Tage bringt...

Aufbau der Geschichte/Genre:

Die Geschichten zweier Familien, die in derselben Stadt leben, aber die unterschiedlicher nicht sein könnten, werden parallel erzählt, und sind zunächst ganz bewusst auf Stereotypen aufgebaut, um die Absurdität der Gegensätze plastisch Darzustellen.

Im Verlauf der Geschichte werden die Figuren dazu gezwungen, aus ihrem festgefahrenen Umfeld auszubrechen und sich auf das Leben des „Gegners“ einzulassen. Dabei wird der Zuschauer immer wieder auf falsche Fährten gelockt, was dem Film durchgehend Spannung verleiht. Zwei unterschiedliche Familiengeschichten, die immer enger miteinander verflochten werden, bis das Schicksal sie eines Tages unzertrennbar verbindet.

Trotz des ernsten Hintergrundes soll die Erzählung unterhaltsam sein und auf skurrilen, ja grotesken Situationen basieren, deren Komik sich aus der Gegenüberstellung der zwei Lebenswelten entwickelt. Ganz bewusst versucht die Geschichte möglichst ohne viel Details des äußerst komplexen und extrem schwierigen, geschichtlichen Hintergrundes auszukommen.

Ein leicht erzählter Film mit einem ernsten und bittersüßen Beigeschmack, der versucht, möglichst unparteiisch einen winzigen Beitrag zu einem Dialog zwischen Juden und Arabern zu leisten. Ein Plädoyer für eine Welt ohne Gewalt. Für ein friedlicheres Miteinander der Religionen und Nationen, aufgebaut auf Toleranz und Akzeptanz.

Musik als Vermittler:

Der Filmmusik soll eine übergreifende Rolle zugedacht werden. Sie soll sich aus den Szenen entwickeln, aus dem Spiel der beiden Kinder, die in kindlichen Ansätzen alte musikalische Traditionen und Themen auf ihren einfachen Instrumenten (Okarina und Kindergeige) anklingen lassen, die dann von einem Filmkomponist oder Arrangeur weiter instrumentiert werden.

„Das Herz von Jenin“ "Ajami" „Salami Aleikum“ sind Filme, deren thematische Ansätze Salomos Kinder ähneln könnten.

Umsetzung:

Die ersten Ortsbesichtigungen erfolgten in Deutschland und in Israel/Palästina. Es bestehen bereits Kontakte, sowohl zur israelischen als auch zur arabischen Seite, bis hin zu einer Schule in der Nähe von Bethlehem.

Talitha Kumi
Die Geschäftsführerin des Jersualemsvereins im Berliner Missionswerk und Träger der Schule, Frau Dr. Almut Nothnagle wie der Schulleiter Dr. Georg Dürr stehen dem Projekt und dem Team mit ihren ganzen Möglichkeiten zur Verfügung. Die Schule soll Drehort, Basisstation, und das angeschlossene Gästehaus soll Quartier während der Drehzeit für das gesamte Team sein.


Drehorte:
Israel/Palästina
u.a. Beit Jala, Jerusalem
Deutschland/Bayern/Augsburg

Schauspieler:
Die Hauptfiguren sollen mit israelischen und palästinensischen Schauspielern bzw. die deutsche Rolle mit einer deutschen Schauspielerin besetzt werden. Diese sollen schon während des Schreibprozesses mit einbezogen werden, um die Charaktere möglichst authentisch auszuarbeiten – daher sind die Figuren im Moment auf die „Eckdaten“ reduziert.
Angedacht ist, den Film in den Originalsprachen zu drehen. (Hebräisch/Arabisch/Deutsch)

Filmgenre:
Tiefsinnige Komödie

Gesucht werden:
Aufgeschlossene Einrichtungen, Institutionen, Menschen, vor allem auf palästinensischer und israelischer Seite, die nicht nur ihre eigene Sichtweise unterstützen, sondern visionär und konstruktiv einen Beitrag leisten wollen, der zur Versöhnung, zu einer Zukunft ohne Gewalt führen soll.

  • Stiftungen, Organisationen usw., die sich für ein friedliches Miteinander in Nahost einsetzen.
  • Ausgewähltes Sponsoring ist möglich.
  • Logistische Unterstützung
  • Finanzierungspartner