Zur Person

Mit 17 Jahren, nach dem Film „Der Stand der Dinge“ von Wim Wenders im Kreisstadtkino in Heidenheim/Brz. wusste ich, dass ich auch einmal Filmemacher werden will. Von meinem damaligen Umfeld wurde ich allerdings nur belächelt. Mit Freunden und einer kleinen Videokamera machte ich die ersten Filmversuche. Sogar der 1. Preis bei einem Wettbewerb des Bayerischen Fernsehens sprang dabei heraus. Angespornt, hoch motiviert, bewarb ich mich an der Filmhochschule in München, wurde aber nicht angenommen. In einem persönlichen Abschlussgespräch meinte der Professor, nein, er glaube nicht, dass ich einmal einen größeren Film machen werde.

Erst weitere Jahre später, als ich bereits mit einfachsten Mitteln meine ersten Dokumentarfilme drehte und diese auf vielen Festivals liefen, lud mich der damalige Kulturchef des BR während eines Interviews vor laufender Kamera ein, beim Kulturmagazin „Capriccio“ als Autor und Kameramann mitzuarbeiten. Der erste Schritt in die Professionalität war endlich geschafft. Mehr als 15 Jahre war ich fast ausschließlich für das öffentlich rechtliche Fernsehen tätig, vorwiegend  für das Bayerische Fernsehen.

Es folgten zahlreiche Auftragsproduktionen für Fernsehsender, Firmen und kulturelle Einrichtungen, wobei ich meinen ursprünglichen Traum, einen abendfüllenden Arthaus-Kinospielfilm zu realisieren, nie aus den Augen verlor. 2010 entstand schließlich mit Unterstützung des FFF Bayern und der BLM „Mein Deudshland“, ein Spielfilm, der obwohl ohne Verleih in vielen Kinos lief. Mein zweites Spielfilmprojekt „Mia und Morgenrot“ – das hoffentlich den Sprung zusammen mit einem Filmverleih ins Kino schafft.

Dazwischen konnte ich mit Hilfe von Unterstützern und einem tollen Team einen weiteren Traum zumindest ins Leben rufen: Ein Online-TV-Kanal, der nicht auf banale Unterhaltung und Quote baut, abseits vom hochsubventionierten Deutschen Fernsehen, das inzwischen, weit weg von seinem ursprünglichen Auftrag, hauptsächlich Krimi-Serien, Talkshows und platte Unterhaltung in Werbung eingebettet produziert.

Channel Welcome ist ein unabhängiger Online-Kanal, 2015 gegründet, drei Jahre vom BAMF (Bundesamt für Migration und Flüchtlinge) gefördert, der versucht, mit Themen rund um Interkulturalität, Vielfalt, Migration und Toleranz, etwas gegen einen beängstigenden rechtspopulistischen Trend zu setzten.

Und gerade entsteht unser neues Kinospielfilmprojekt „Träume leben weiter“, ein Titel, der auch symbolisch für mein ganzes Wirken steht.

Philosophie

Die filmproduktion martin pfeil ist ein kleines, innovatives Unternehmen, das seit Anfang der 90er Jahre in der Filmbranche aktiv ist.

Wir führen Auftragsarbeiten als Produktionsfirma, Autor, Regisseur und Kamerateam aus, früher hauptsächlich für das öffentlich-rechtliche Fernsehen, in den letzten Jahren immer mehr für Bildungs- und Kultureinrichtungen, für soziale Träger sowie für Firmen. Daneben produzieren wir selbst unabhängige Filme – mit gesellschaftlich relevanten Themen – die bereits in vielen Kinos auf einschlägigen Festivals liefen, oder in diversen Verleihnetzen zur Verfügung stehen.

In den letzten Jahren hat sich die Medienlandschaft hierzulande extrem verändert: Das öffentlich-rechtliche Fernsehen produziert banale Krimis und Talkshows am laufenden Band. Die staatliche Filmförderung ist längst eine Wirtschafts- und keine Kulturförderung mehr, was dazu führt, das zunehmend geistlose Komödien mit Steuergeldern subventioniert werden und Deutschland längst Entwicklungsland im internationalen Vergleich geworden ist. Diesem Trend stellen wir uns mit einer Menge selbstausbeuterischem Enthusiasmus entgegen.

Unser Anspruch ist es, intelligente, originelle Geschichten auf hohem künstlerischem Niveau zu realisieren. Wir wollen Nahrung für den Geist produzieren; mit Themen, die uns wichtig sind, etwas Nachhaltiges bewirken und damit einen winzigen Beitrag für eine humanere Welt leisten.

Dabei sind wir stets auf der Suche nach gleichgesinnten Mitstreitern, Finanzierungs- und Kooperationspartnern, freuen uns, auf immer mehr Menschen zu treffen, die nicht nur Werte fordern sondern auch selbst versuchen sie zu leben, die einen Sinn suchen abseits von materieller Bereicherung, die an einer friedlicheren Welt mitgestalten wollen, die Respekt vor allen Lebewesen und diesem wunderbaren Planeten zeigen.